Klassensieg mit neuem Österr. Rekord für Karoline Dohr!

 

Nachdem das Projekt „Boston Marathon“ verletzungsbedingt verschoben werden musste, Karoline Dohr sich aber über den Winter gut auf diesen Marathon vorbereitet hatte, war ein neues erstes Saisonhighlight schnell gefunden. Der Salzburg Marathon mit Österreichischen und Steirischen Meisterschaften war dafür wie geschaffen.

Bei regnerischem Wetter reisten 4 LC-WESTler schon am Vortag in Salzburg an. Karoline Dohr war für den Marathon genannt, Helga und Josef Fändrich wollten ihre Form auf der 10 km Strecke testen. Gebhard Dohr war als Betreuer und Motivator mit dabei.

Der neue Start- und Zielbereich am Mirabellplatz direkt vor dem prunkvollen Schloss Mirabell versprach nicht nur einen spektakulären Start mit Sightseeing deluxe in der Startphase, sondern auch einen großzügigen und flachen Zieleinlauf. Die Strecke des 15. Salzburg Marathon war identisch zu jener aus dem Vorjahr. Nach dem Start ging es nach Süden zu der mit Kastanien gesäumten Hellbrunner Allee, dort durch den Innenhof des gleichnamigen Lustschlosses. Nach einem Abstecher durch den Eichetwald folgt eine Runde um den Leopoldskroner Weiher, an dessen Ufer das gleichnamige Schloss thront. An der Westseite des Mönchsbergs führt der Kurs zu seinem nördlichsten Punkt, der Lehener Brücke, bereits wieder Richtung Start/Ziel Mirabellplatz. Die Teilnehmer des Marathons absolvieren die Runde zwei Mal.

Am Sonntag, um 9:00 Uhr beim Start herrschten optimale Laufbedingungen, 12 ° Plus und leichter Wind. Gleichzeitig mit den 1.000 Marathonläufern gingen auch 2.000 Halbmarathonis mit auf die Strecke.

 

Karoline Dohr,  nervös bis in die Zehenspitzen, reihte sich bei den Staatsmeisterschaftsteilnehmern im 1. Starblock ein. Ihr vorgenommenes Ziel war, die Marathondistanz in der Zeit von 3:15 Minuten zu laufen. Ihre geplanten Kilometerzeiten waren so um 4:37 Minuten. Aber das war nicht so einfach. Wegen der vielen Halbmarathonläufer, die permanent auf der Überholspur waren, war es nicht möglich, in einer Gruppe zu laufen. So konzentrierte sich Karoline komplett auf sich selbst, kontrollierte unterwegs die Kilometerzeiten, den Puls und auch den Laufrhythmus. Sie ließ sich von den vorbeistürmenden Läufern nicht aus der Ruhe bringen. Und das war gut so – sehr gut sogar. Dann dann kam die 2. Runde. Da waren nur mehr vereinzelte Marathonläufer auf der Strecke. Hier konnte Karoline gleich nach Start/Ziel Durchlauf richtig Fahrt aufnehmen und so Läufer für Läufer ein- und überholen. Kurz vor KM 24 konnte sie einen ihrer „Wettkampfsparringspartner“ namens Kern Franz (sein Marathonziel war 3:10 Std.), von dem sie bei KM 19 überholt wurde, wieder habhaft werden und blieb an seiner Seite (besser gesagt, in seinem Windschatten hinter ihm). „Ich hab zu Franz gesagt, ich möchte so lange wie möglich bei ihm bleiben“. So wurde im 2-er Gespann Läufer für Läufer überholt. Es wurde natürlich aufgrund der wärmeren Temperaturen nicht einfacher. Für die perfekte Betreuung bei den offiziellen Labestationen sorgte Gebhard Dohr. Er war einfach da! Karoline konnte sich voll auf ihn verlassen. Ab KM 36 wurde es trotzdem schon zach. Aber für Karoline gab es nur eins: hinter Franz bleiben! Kurz nach KM 41 war bei Franz aber auch der Akku leer, er konnte nicht mehr. Aber nicht Karoline. Sie biss noch einmal richtig, musste Franz stehenlassen und finishte dann in 3:12:08 Stunden. Sie konnte sich erst gar nicht erholen, sie wurde sofort zur Siegerehrung der 6 besten Österreicherinnen gebeten. „Die 1. Runde war für mich sehr schwer, ich hab nicht gewusst, wo ich stehe, …. aber in der 2. Runde habe ich meine Stärken – Ausdauer, Biss und Willenskraft – ausgepackt. Die 2. Runde war nur um 18 Sekunden langsamer als die erste, obwohl es um einiges wärmer war“, ist Karoline stolz auf ihre Leistung.

Was bedeuten jetzt 3:12:08 Stunden beim Salzburg Marathon?

7. beste Dame gesamt / 6. beste Dame bei den Österr. Meisterschaften / 3. Platz bei den Steirischen Meisterschaften allgemein … und natürlich: Sieg und 1. Platz in der Klassenwertung W 60 !!!

Und zusätzlich: NEUER ÖSTERREICHISCHER MARATHONREKORD in der Klasse W60 (Verbesserung um 12 Minuten) !!

Super oder ?

…. Age graded: 2:20:50 Stunden ….

 

Aber es geht ja noch weiter. Auf der 10 km Strecke waren Josef und Helga Fändrich unterwegs. Start bereits um 8:45 Uhr erfolgte der Start am Leopoldskroner Weiher. Josef Fändrich war richtig motiviert und ging die ersten 6 km recht forsch ans Werk. So um die 4:25 pro KM. Aber dann kam wieder das Problem mit dem Hüftgelenk/Muskel. Er war richtig „angfressn“, weil er die km-Zeit komplett zurückschrauben musste. So finishte er in 48 Minuten. Besser ging es seiner Gattin Helga Fändrich. Sie lief nach knapp 64 Minuten ins Ziel und war von sich und der Zeit überrascht.

Danach gingen die Beiden auf die Marathonstecke und ihre Vereinskollegin zu unterstützen, was sie auch mit Bravour erledigten.                                                                                                                                                                                                                                  

Nachmittag und Abend wurden mit Bummeln und gutem Essen/Trinken und natürlich Feiern verbracht. Am Montag ging es dann mit Sightseeing weiter Richtung Heimat. Ein Ausflug, der sich richtig ausgezahlt hat.

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