Der LC-WESTSTEIERMRK holt Österreichischen Meistertitel in die Weststeiermark!

Harry Bauer holte souverän Gold, Daniel Schweighart lief tolle Zeit!

In Graz trafen sich 1.800 Laufhungrige zum Sorger Halbmarathon, der auch gleichzeitig als Österr. Staatsmeisterschaftslauf ausgetragen wurde. Herrlich kühles Laufwetter und ein hochklassiges Läuferfeld ließen spannende Laufzeiten erwarten. 7, 14 oder 21 km standen zur Auswahl.

Für 3 LC-WEST Athleten galt das als Startschuss in die neue Laufsaison.

Daniel Schweighart startete in seine 7 km Runde vom hinteren Startblock, konnte sich immer weiter nach vorne arbeiten und lief erstmalig sensationell einen 3:36 Min. Kilometer-Schnitt und überraschte mit einer Endzeit von 25:13 Minuten. „Ich bin total zufrieden, mein erster wirklich schneller Lauf nach der harten Wintervorbereitung mit Trainer Harry. Ich weiß, es geht noch mehr“.

Harry Bauer, für den die Staatsmeisterschaft das vorrangige Ziel war, lief alle 3 Runden konstant gleich schnell. Sein Ziel, die M50 Klasse zu gewinnen, war nicht annähernd in Gefahr. In 1:13:06 überquerte er die Ziellinie. Er schaffte es als einziger Athlet eines weststeirischen Vereines den Österreichischen Meistertitel zu holen. „Es ist super gelaufen, ich bin jeden Kilometer gleich schnell gelaufen, … und es macht mich sehr stolz, als einziger Weststeirer einen Titel geholt zu haben“, fasste er sein erstes Auftreten in dieser Saison zusammen.

Für Karl-Heinz Pongritz war dieser Halbmarathon die Vorbereitung auf den in 2 Wochen stattfindenden Paris-Marathon. Nach Hälfte des Rennens musste er ein wenig Tempo herausnehmen. „Mir ist es nicht so gut gegangen, mehr lag heute nicht drinnen“, kommentierte er seine Endzeit von 1:39 Stunden.

 

 

 

LC-WESTSTEIERMARK Läuferin Karoline Dohr holt Stockerlplatz für Österreich!

3. Platz für Karoline Dohr beim internationalen Lissabon Halbmarathon!

 

 Der Lissabon Halbmarathon gilt als eine der schnellsten Halbmarathon Strecken und ist für jeden Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Zusammen mit 35.000 anderen Läufer läuft man vom Start aus über die „Brücke des 25. April“, von hier bietet sich ein beeindruckender Panoramablick über die Stadt. Der Rest der Strecke verläuft in zwei Schleifen immer entlang des Flusses Tejo und endet schließlich in der Nähe des Klosters Jerónimos.

LC-WESTSTEIERMARK Vereinsläufer Josef Fändrich hatte schon im vorigen Jahr die Idee, einmal diesen schnellen Lissabon-Halbmarathon in Angriff zu nehmen. Gesagt, getan, … das war ein guter Grund für einen LC-WEST Vereinsausflug. Die  LC-WEST Vereinskollegen waren sofort begeistert und somit war die Wintervorbereitung auf den 19. März ausgerichtet. Vom Laufverein waren dabei: Franz und Gudrun Brandstätter, Gebhard und Karoline Dohr, Max und Ingrid Jurkowitsch, Josef und Helga Fändrich, Peter und Karin Veit und Carina Rauth. Spontan mit von der Partie waren die Schlachtenbummler Gerhard und Sabine Rauth und Edi und Silvia Mandl. 15 Personen – eine lässige Gruppe.

Am Samstag war  Startnummernabholung, Läufermesse, gutes Essen und Einstimmung auf den Lauf angesagt. Am Sonntag früh beim Frühstück war schon die knisternde Spannung spürbar. „Wann gehen wir an den Start, was ziehen wir an, hoffentlich wird es nicht zu heiß, mir tut jetzt schon alles weh“ waren die üblichen Ansagen. 2 Stunden vor dem Start machten sich die 6 Läufer auf den Weg. Zum Start musste man 15 Minuten mit dem Zug anreisen. Gewaltig, was sich da schon abspielte. Aber der gewaltigste Anblick war dann die Menschenschlangen von der Bahnstation weg bis zum Start. Diese 30 minütige Gehzeit bis zum Startkanal waren ein einzigartiges Erlebnis. Menschenmassen vorne – Menschenmassen hinten. Und alle waren fröhlich, aufgeregt, erwartungsvoll. Da es nur einen Startblock gab, durften die Läufer exakt 45 Minuten in der Menschenmenge die Stimmung aufsaugen. Der Start war am Beginn der „25th of april bridge“, eine Autobahnbrücke, die 3 km über den Fluss Tejo führte. Es waren 11.000 Halbmarathonläufer am Start, davon 3.000 Frauen.

Endlich ging es los, der Startschuss war bei diesen Menschenmassen gar nicht vernehmbar. Jetzt war volle Konzentration angesagt, bis zur Startlinie wurde gegangen, dann konnte man aufgrund der vielen vielen Läufer nur bedingt laufen, mehr oder weniger hin und her springen. So wurden die ersten beiden Kilometer absolviert, dann „lichtete“ sich das Feld ein wenig und jeder konnte einigermaßen sein eigenes Tempo laufen. Die Streckenführung war sehr kurzweilig, zuerst diese gewaltige Brücke, dann war immer was zum Schauen und Staunen.

Franz Brandstätter versuchte gleich im Zick-zack Kurs Meter zu machen, konnte erst nach 2 km frei laufen und musste im letzten Drittel ein wenig Tempo herausnehmen, als Vereinsbester finishte er in 1:30:49 Stunden. „Mehr lag heute nicht drinnen, ich bin auf den letzten Kilometern sowas von eingegangen“ resümierte er seinen Lauf. „Und auf der Ziellinie bin ich auch noch gestolpert“.

Bei Karoline Dohr war es anfangs nicht anders, so richtig ins Laufen kam sie auch erst ab km 3. Aber sie spulte dann gleichmäßig ihre 21,1 Kilometer herunter und wurde mit dem 3. Platz in ihrer Klasse belohnt. Mit der Zeit von  1:32:02 verpasste sie zwar das von ihr gesteckte Ziel von 1:30, sie war aber total zufrieden. „Ich habe auf den ersten 2 Kilometern durch dieses Zick-zack Laufen schon zu viel Zeit verloren, aber es war herrlich, kurzweilig und ich war immer auf der Überholspur. Einzigartig, toll, unwiederbringlich, ….  ein Stockerlplatz bei einem internationalen Event – das hat was ..“ strahlte die „beste Österreicherin“.

LC-WEST Kollegin Gudrun Brandstätter hatte mit dem Engpass am Start keine Probleme. Sie konnte gleich ihr eigenes Tempo aufnehmen und lief dieses bis zum Ziel durch. „Mir hat es sehr gut gefallen, es war lässig zu laufen, mit der Zeit von 1:51:06 bin ich auch zufrieden“.

Dohr Gebhard und Carina Rauth bildeten ein Team. Vom Start bis über die Ziellinie liefen sie gemeinsam. Für Carina war alles aufregend, war es doch der erste Halbmarathon. „Mir war es fast ein bisschen zu heiß, dann hatte ich auch noch Seitenstechen“ kommentierte sie ihre Zeit von knapp unter 2 Stunden. Gebhard als Pacemaker konnte die Stimmung richtig gut aufnehmen. „Ein toller Lauf, tolle Stimmung, kurzweilig, echt lässig“.

Lissabon-Initiator Josef Fändrich ging das Rennen recht couragiert an, bei KM 13,5 war dann aber Schluss, sein Muskelaufbau seit der Hüftoperation ließ einfach nicht mehr zu. „Bis KM 10 hatte ich einen 4:30er Schnitt, dann wurde der Schritt immer kürzer, die Muskeln sind noch nicht so weit“, war er mit seiner Leistung nicht unzufrieden.

Die an der Strecke postierten Vereinskollegen und Schlachtenbummler sorgten für gute Fotos. Auch sie waren alle beeindruckt von der Stimmung auf und an der Strecke.

Dann wurden die nächsten 3 Tage für Sightseeing genutzt, so wie mit der berühmten gelbe Straßenbahn Nr. 28 ächzend die engen Gassen im Zentimeterabstand zu den Hauswänden bergauf und bergab, per pedes dann über herrliche Plätze (natürlich wieder auffi und owi – immerhin ist die Stadt auf 7 Hügel gebaut!!) unterwegs wurde noch die eine oder andere Kirche besichtigt. Imposant war der Besuch des Castello de Sao Jorge, eine Burg wie eine steinerne Krone über dem malerischen Gassenlabyrinth der Altstadt Alfama. Oceanum, Denkmäler, Plätze, die berühmten Aussichtstürme (elevator) … unglaublich viele Eindrücke gab es aufzunehmen. Aber: Essen und Trinken kamen nie zu kurz. Natürlich musste auch der lokale Portwein verkostet werden ….

Mit vielen Eindrücken wurde am Mittwochabend die Heimreise angetreten.